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Neue Westfälische, 04. Dezember 1993

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"Förderverein Freibad Dornberg" gegründet

Private Trägerschaft abgelehnt

Bielefeld-Dornberg (os). Einen privaten Träger wird es für das Dornberger Freibad nicht geben. Der am Donnerstagabend gegründete "Förderverein Freibad Dornberg" wird sich finanziell und organisatorisch um die Erhaltung des Freibads bemühen, erwartet aber von der Stadt, daß sie weiterhin die Trägerschaft übernimmt.

Zur Gründungsversammlung waren Politiker der verschiedenen Parteien eingeladen worden, um ihre Sicht der Lage zu schildern. Franz Krause (CDU) betonte die finanzielle Notlage der Stadt: "Sie können sich jetzt schon abschminken, daß die Stadt das Bad weiter betreibt. "Werner Schroeder (SPD) hielt dagegen eine unterstützende Arbeit des Vereins für ausreichend: "Die Stadt ist verpflichtet, Träger zu bleiben und das Engagement von Initiativen ernst zu nehmen." Dabei könne man für 1994 nicht mehr als einen "moderaten Zuschuß" erwarten. Das Augenmerk sei auf eine langfristige Lösung zu richten.
Die Ausführungen der Politiker trugen nicht dazu bei, die Verunsicherung bei den Bürgern zu entkräften. Nach wie vor bleibt ungewiß, ob das Freibad gerettet werden kann, ganz gleich, in welche Richtung der Verein sich bewegt. Johannes Wiefel, der Vorsitzende des neuen Vereins, warnte dennoch davor, sich entmutigen zu lassen. Es sei jetzt die Aufgabe, die Arbeitsweise des Vereins genau festzulegen. Dann könne man von der Stadt auch ein gewisses Entgegenkommen erwarten. Eine Trägerschaft, so Wiefel, sei aber mit dem Verein nicht zu machen.
Die Satzung des Fördervereins orientiert sich an der Satzung einer ähnlichen Einrichtung im lippischen Berlebeck. Ein entscheidender Zusatz besteht allerdings darin, daß der Dornberger Verein sich auch für die Mitarbeit von Bürgern öffnen will, die nicht Vereinsmitglieder sind. Der fünfköpfige Vorstand setzt sich zusammen aus: Johannes Wiefel (1. Vorsitzender), Christine Eichert (2. Vorsitzende und Schriftführerin), Harald Haemisch (3. Vorsitzender und Kassenwart) sowie den Beisitzern Jochen Thews und Jörg Sensenschmidt.
Bei der zukünftigen Vereinsarbeit, so Johannes Wiefel, sei es wichtig, sich nicht zu verzetteln: "Niemand sagt uns verbindlich, was gut und was überflüssig ist." Es sei klar, daß es zuerst darum gehe, Geld zu sammeln. Das soll auf dem Wege der Mitgliederwerbung und der Spendensammlung erreicht werden.
Die Mitgliedschaft soll 100 Mark kosten. Der Betrag setzt sich aus 65 Mark Förderbeitrag und dem Erwerb einer Hundert-Punkte-Karte zusammen, die 35 Mark kostet und speziell für Dornberg verbucht werden soll. Als Zielsetzung wurde genannt, bis Ende Januar rund 40 000 bis 50 000 Mark zusammenzutragen. Über weitere Maßnahmen wie den Verkauf von Jahreskarten, die Übernahme eines Kiosks oder die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder im Freibad wird ab Januar 1994 weiter beraten.

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