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Neue Westfälische, 14. April 1997

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Reinigungsaktion im Dornberger Freibad / Liegewiese statt Mölleringshof

Mit Schrubbern, Besen, Spaten

Bielefeld-Dornberg (ted). Reinigungsgeräte aller Art und ganz viel Wasser setzten am Wochenende 20 Mitglieder des Fördervereins "Freibad Dornberg" ein, um ihre Freizeitanlage aus dem Winterschlaf zu wecken. Die Becken wurden gesäubert und die Außenanlagen für die am Pfingstsamstag beginnende Badesaison vorbereitet. Eine besondere Aufgabe war und ist in dieser Saison das Anlegen einer neuen, 3 000 Quadratmeter großen Liegewiese.

Sie entsteht dort, wo in einer früheren Planung einmal der Mölleringshof aufgebaut werden sollte. Der ist nun als neues Bauernhausmuseum auf der Ochsenheide vorgesehen. Die Mitglieder des Fördervereins sehen diese Entscheidung mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Einerseits können sie nun auf dem dafür vorgesehenen Platz eine Liegewiese einrichten. Damit geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Die jahrelangen Verhandlungen mit umliegenden Bauern über eine Erweiterung des Geländes haben ebenfalls ein Ende. Andererseits "wäre der Hof ein schöner Kiosk gewesen", wie ein Mitglied des Fördervereins lachend meinte.
Ein wenig Spannung müssen die Freunde des Freibades aber noch aushalten. Denn den endgültigen Beschluß über die Erweiterung faßt der Stadtrat erst am 22. Mai. Johannes Wiefel, Vorsitzender des Fördervereins, zweifelt aber nicht an einer für das Freibad positiven Entscheidung: "Frau Dopheide hat sich dafür stark gemacht."
Durch diese kleine Unsicherheit lassen sich die Helfer aber nicht schrecken. Noch in dieser Saison soll die Liegewiese benutzbar sein, der Rasen muß allerdings noch gesät und ein Zaun um das neue Gelände gezogen werden. Für den Herbst haben sie sich die Beseitigung des Zufahrtsweges, die Verlegung der Fahrradständer an die Straße und des Kiosks ins Umkleidehaus vorgenommen.
Nach dem langen Winter dringend notwendig war die Reinigung der beiden Becken des Freibades. Mehr als vier Stunden brauchten die aktiven Förderer, um Laub, Äste und den ganz gewöhnlichen Schmutz mit Schrubbern und einem zitronesäurehaltigen Reinigungsmittel zu entfernen.
Die unsichtbaren Anlagen mußten ebenfalls gesäubert werden. Denn im Schwallwasserbecken - eine Art Ausgleichsbehälter für das Schwimmbecken - und in den Zisternen, in denen das für die Speisung notwendige Quellwasser gesammelt wird, fanden sich unter anderem tote Mäuse. "Vielleicht hatten sie nicht genug zu fressen, um ausreichend lange zu schwimmen", mutmaßte ein Helfer über ihre Todesursache. Überlebt hatten dagegen etliche Kröten und Molche. Sie wurden eingefangen und außerhalb der Anlagen wieder freigelassen.
Mit der Reinigung und der ebenfalls erfolgten Montage der Bänke allein ist die Arbeit noch nicht getan. Etliche Frostschäden müssen noch beseitigt und die Fugen im Schwimmerbecken abgedichtet werden, um erhebliche Wasserverluste zu vermeiden. Johannes Wiefel ist aber zuversichtlich, daß bis Pfingstsamstag alles geschafft ist: "Notfalls mit Nachtschichten".


Mit Schrubbern und anderem Reinigungsgerät rückten 20 Aktive des Fördervereins "Freibad Dornberg" dem Winterdreck in ihrer Badeanstalt zu Leibe. Bis zum Pfingstsamtag sollen die Arbeiten in und um die Becken herum beendet sein.

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