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Neue Westfälische, 1998

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Förderverein enttäuscht / Stadt sucht Nutzung

Erweiterungsgelände für Freibad blockiert

Bielefeld-Dornberg (aut). Johannes Wiefel hat der Ratsbeschluß "ziemlich umgehauen". Der Förderverein Freibad Dornberg hoffte, die Liegewiese schon in diesem Jahr erweitern zu können - auf dem Nachbargelände, das durch die Aufgabe der Mölleringhof-Pläne frei wurde. Weil der dafür damals durchgezogene Grundstückstausch der Stadt fast eine halbe Million Mark Wertverlust bescherte, sucht sie jetzt nach einer "hochwertigeren" Nutzung. Das Erweiterungsgelände ist damit blockiert.

Der Förderverein war froh über die 3 500 Quadratmeter neben dem Zugang zum Freibad. Hier könnte der Verein nicht nur die Liegefläche vergrößern, sondern auch oben an der Straße einen neuen Eingang mit neuem Kassenhäuschen bauen. Denn der alte Holz-Kiosk müßte ersetzt werden. Essen und Getränke sollten in einem Teil des heutigen Umkleidegebäudes verkauft werden. Der heutige Zugang würde mit in das Freibad einbezogen.
Mehrere Tausend Mark und etliche Arbeitsstunden hat der Verein schon in das Vorhaben gesteckt. Das von der Stadt in Aussicht gestellte Gelände wurde teilweise begradigt, abgesteckt und mit Gras eingesät. Bei Zustimmung des Eigentümers (noch die GAB, die den Mölleringhof aufbauen wollte, bis die Stadt das Grundstück zurücknimmt) hätte der Verein die neueingesäte Wiese schon in dieser Saison noch nutzen können. Wiefel: "Jetzt sind wir erstmal aus dem Geschäft." Die Arbeit war umsonst. Und 15 Parkplätze hat das Freibad weniger. Denn beim Grundstückstausch wurde auch die unbefestigte Parkfläche neben der Gärtnerei auf der anderen Seite der Großdornberger Straße mit abgegeben.
Die Hängepartie für das Gelände am Freibad dürfte dauern. Denn die Stadt muß jetzt erstmal überlegen, was sie mit dem Gelände macht. Es ist noch nichtmal von der GAB zurückerworben, erklärte Günter Peppmöller vom Liegenschaftsamt. Die Stadt könnte sich vorstellen, daß ein anderes Fachwerkhaus dort aufgebaut würde: "Was der eine durfte, dürfte ein anderer auch machen." Einen Interessenten kennt Peppmöller aber noch nicht. Für kurzfristige oder provisorische Lösungen für das Freibad, sind die Aussichten schlecht. Peppmöller: "Es können keine vollendete Tatsachen geschaffen werden."

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