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Neue Westfälische, 19./20. Januar 2002

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BBF will Schulden abbauen, aber auch investieren

Drei Bäder auf der Streich liste

Bielefeld (bast). Die Bielefelder Bäder und Freizeiteinrichtungen GmbH (BBF), Tingelunternehmen der Stadtwerke, stellt die Zeichen auf Konsolidierung. Sie will aus den roten Zahlen heraus kommen - derzeit werden pro Jahr rund sieben Millionen Euro Verlust geschrieben. Daher sollen ab 2006 die Freibäder in Schröttinghausen, Brackwede und Gadderbaum geschlossen, Hillegossen, Senne und Dornberg saniert werden.

Mit ihrem "Sanierungskonzept für die Bielefelder Bäder" setzt die BBF vor allem auf Wirtschaftlichkeit. Ziel ist eine langfristig tragbare, flächendeckende Grundversorgung der Stadt mit Bädern sowie die Entschuldung der Bädergesellschaft.
Da die Sanierung des Senner Freibades bereits beschlossene Sache ist, das Wiesenbad 1988 generalüberholt und das Jöllenbecker außer Frage gestellt wurde, hat die BBF jetzt die Kosten der Sanierung für fünf Bäder ermittelt. In Brackwede würden danach rund 2,9 Millionen Euro, in Dornberg, Gadderbaum und Schröttinghausen je 920.000 Euro und in Hillogossen rund eine Million Euro Sanierungskosten anfallen.
Das Konzept sieht vor, das Freibad Senne in diesem und im nächsten Jahr komplett zu sanieren und die Bäder in Dornberg und Hillegossen in den Jahren 2004 bis 2006 zu überholen. Dafür wird mit einem Aufwand von zusammen 2.045.000 Euro gerechnet.
Ab 2006 würden Zinsen und Tilgung für die Kredite zur Sanierung von Hillegossen und Dornberg voll zu Buche schlagen. Um das bezahlen zu können, so die BBF, müsse durch die Schließung von Brackwede, Gadderbaum und Schröttinghausen Geld gespart werden. Die Summe belaufe sich auf 230.000 Euro pro Jahr.
Unabhängig davon wird geprüft, ob das Freibad Brackwede in einen künstlichen Kleinbadeteich umgewandelt werden kann. Außerdem sollen für die drei Bäder bis 2006 jährlich je 50.000 Mark für Reparaturarbeiten zur Verfügung stehen. Mit
der Schließung der Bäder sind allerdings Kosten verbunden: Nach Angaben von BBF-Geschäftsführer Hans-Werner Bruns werden pro Bad 128.000 Euro für den Abriss der Gebäude und die Wiederbegrünung des Geländes kalkuliert.
Nur dieses Konzept, könne zur wirtschaftlichen Gesundung und zu einem Schuldenabbau in Höhe von 2,4 Millionen Euro führen, so die BBF. Eine Sanierung aller Bielefelder Freibäder würde das Defizit dagegen deutlich erhöhen. Nach Abschluss der Sanierungsphase würde sich das Betriebsergebnis laut BBF um jährlich 864.000 Euro verschlechtern, außerdem würden neue Schulden von rund 1,7 Mio. Euro auflaufen.

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