Öffnungszeiten heute: geschlossen
Luft: -, Wasser: -

Neue Westfälische, 8. Juli 2005

zurück


Ratlosigkeit bei Gesprächen mit den Fördervereinen über die Zukunft der Freibäder

Vereine müssen mehr zahlen

"Das können wir vielleicht schaffen", sagt Wilhelm Bensiek. Der Vorsitzende des Fördervereins Freibad Schröttinghausen reagierte damit auf den Vorschlag von BBF-Geschäftsführer Hans-Werner Bruns, mit jährlich 25.000 Euro die Freibäder auch nach 2006 zu unterstützen statt die Zahlungen einzustellen. Zum ersten Mal trafen sich alle Vorsitzenden der Freibad-Fördervereine, um über die Zukunft der Bäder zu sprechen.

Ausgangslage ist ein Beschluss des Aufsichtsrates der Bielefelder Bäder und Freizeiteinrichtungen GmbH (BBF), zu überlegen wie man die Freibäder Gadderbaum, Schröttinghausen und Brackwede auch nach 2006 unterstützen kann. "Alleine kann keiner von uns ein Freibad tragen", sagt Johannes Wietel vom Förderverein Dornberg.
Bruns hat den Auftrag, entsprechende Vorschläge im September dem Aufsichtsrat zu präsentieren. In der ersten Gesprächsrunde machte er den Vorsitzenden der Fördervereine noch einmal die angeschlagene Haushaltslage der BBF mit einem Defizit von 7,6 Millionen Euro deutlich. Hinzu komme, dass sich die anstehende Sanierung der Freibäder Dornberg und Hillegossen um 1,2 Millionen Euro verteuert habe. Schuld seien vor allem die gestiegenen Preise für Edelstahl. In Hillegossen gebe es bereits im laufenden Betrieb immer wieder Probleme mit den Filteranlage. "Eine ist ganz durchgerostet. Die zweite konnten wir notdürftig reparieren", sagt Heinz-Jürgen Plöger vom Förderverein.
Wie in Zukunft alle Bäder gerettet werden können, darüber herrschte allgemeine Ratlosigkeit. Peter Rausch vom Förderverein Freibad Brackwede: "Wenn es zu einer Förderung von 25.000 Euro pro Jahr käme, bedeutet das beispielsweise das Aus für einen kleinen Verein wie Gadderbaum." Dort sind gerade einmal 350 Förderer Mitglied. In Brackwede sind es 450, Schröttinghausen verfügt über 1.300 und Dornberg ist mit 1.900 Mitgliedern der stärkste Förderverein.
Bruns machte den Vorsitzenden auch klar, dass die finanzielle Belastung für die Vereine auf jeden Fall steigen müsse. Dazu zähle, die Kosten für die bei der BBF angestellten Schwimmmeister zu übernehmen. Im Durchschnitt zahlen die Vereine jetzt schon 30.000 Euro im Jahr an Betriebs- und Sachkosten. Bensiek: "Wenn wir Dinge wie Wartung und Grünpflege selbst organisieren, könnten wir bestimmt genug einsparen, um das Überleben des Freibads Schröttingshausen zu sichern." Peter Rausch bleibt da skeptischer. Er möchte aus dem Brackweder Freibad ein Naturbad machen. Seine Zukunftslösung sieht vor, Sponsoren für die Bäder zu finden. Am 28. Juli treffen sich die Vorsitzenden wieder bei der BBF, um weitere Vorschläge zu diskutieren.

zurück

© Förderverein Freibad Dornberg e.V. — 2004-2018 – Datenschutzerklärung