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Neue Westfälische, 11. Juli 2005

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Freibad-Fördervereine müssen mehr bezahlen

Dicke Fische leben länger

Geht es nach den Wünschen der Bürger, müssen alle Freibäder auch nach 2006 bestehen bleiben. Doch deren Betreiber, die Bielefelder Bäder und Freizeiteinrichtungen GmbH (BBF), muss, wie am Freitag berichtet, sparen. Die Bäder Gadderbaum, Schröttinghausen und Brackwede stehen deshalb auf der Abschussliste.

Schwierig scheint die Rettung der gefährdeten Freibäder auch deshalb, weil die dringend notwendige Sanierung in Hillegossen und Dornberg doppelt so teuer wird wie geplant. Ein Gesamtplan für die Zukunft aller Freibäder ist also dingend nötig.
Noch bis September hat BBF-Geschäftsführer Hans-Werner Bruns Zeit, dem Aufsichtsrat ein Sanierungskonzept vorzulegen. Erster Vorschlag: alle drei Bäder bekommen jährlich 25.000 Euro Unterstützung. Den Rest inklusive der Kosten für die Schwimmmeister müssen sie selbst aufbringen.
Doch es gibt große Unterschiede bei den Fördervereinen. Ist es da nicht angebracht, dass die Schröttinghauser mit 1.300 Mitglieder eine größere Last tragen, damit die kleinen wie Gadderbaum auch mit 350 Unterstützern überleben können? Aber vielleicht ist es auch an der Zeit, dass sich die Kleinen von den Großen etwas abschauen. Warum etwa haben die Schröttinghauser so starken Zulauf und die Gadderbaumer nicht? An der Größe des Ortsteils kann das nicht liegen.
Peter Rausch vom Brackweder Förderverein schätzt die Situation als verfahren ein. Letztendlich wird wohl doch jeder für sich kämpfen müssen. Wie zum Beispiel die Brackweder: Sie suchen nach Sponsoren für ihr Naturbad. Natürlich nur für sich und nicht, um auch andere Bäder gleich mitzuretten.
Es muss also jeder für sich nachdenken, ob er stark genug aufgestellt ist, einen Großteil der Kosten ohne die Mutter BBF zu tragen. Eine große Solidargemeinde ist noch nicht zu erkennen - leider. Deshalb überlebt wohl nur, wer den dicksten Fisch für die Vereinskasse geangelt hat.

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