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Neue Westfälische, 27. Oktober 2005

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Großer Umbau in Dornberg geplant / Vereinsausweise gelten dann für andere Bäder

Freibad bleibt 2007 trocken

Dornberg. Frohe Botschaft für die Freunde des Dornberger Freibades: Die traditionsreiche Badeanstalt am Johannisbach wird runderneuert. Die Arbeiten sollen jedoch erst im Herbst 2006 beginnen - und sich über viele Monate hinziehen. Der Wermutstropfen: Die Badesaison 2007 muss ausfallen.

"Wir haben aber verabredet, dass unsere Mitglieder dann die anderen Freibäder, die zur Bielefelder Bäder- und Freizeiteinrichtungen GmbH (BBF) gehören, mit ihrem Vereinsausweis kostenlos nutzen dürfen", tröstet Johannes Wiefel, Vorsitzender der Dornberger Freibad-Initiative, die Stammgäste.
Von der BBF sei keine Luxussanierung, sondern nur das Notwendige geplant, berichtet Wiefel. Das Schwimmbecken sei marode und solle durch eine Edelstahlversion ersetzt werden, denn die günstigere Folienlösung sei nicht machbar.
"Wir haben in Dornberg oft einen hohen Grundwasserstand; die Folie würde dann von unten hoch gedrückt werden und Beulen werfen." Geplant sei außerdem, die Umkleiden, Duschen und Toiletten zeitgemäß zu erneuern.
Mit dem neuen Becken können nach seiner Darstellung dann aktuelle EU-Auflagen erfüllt werden. Die Durchströmung und die Zugabe von Chlor erfolgen künftig von unten:über zahlreiche Zu- und Abläufe. Die alte Wasserauffangrinne verschwindet. Das kühle beziehungsweise angewärmte Nass wird zudem künftig bis oben zum Beckenrand stehen. So schwimmt es sich angenehmer - und auch schneller.
Das Edelstahlbecken, das 600.000 Euro kosten wird, hat nach Auskunft von Wiefel einen besonderen Vorteil: "Es ist erheblich pflegeleichter, lässt sich besser reinigen und muss nicht mehr gestrichen werden." Die von der Initiative zu leistenden Vorarbeiten zur Eröffnung im Frühjahr verkürzten sich so um etwa drei Wochen.
Die in diesem Frühling aufgebrachte neue Beckenfarbe, die laut Hersteller zwei Jahre halten sollte, habe sich nicht bewährt. "An der Auffangrinne, wo sich die Leute immer festhalten, war sie schon nach zwei Wochen weg." Darum müssten die freiwilligen Helfer im kommenden Jahr noch einmal kollektiv pinseln.
Die Dornberger, deren Initiative - Familienangehörige eingerechnet - 1900 Mitglieder hat sind zufrieden mit der abgelaufenen Saison 2005.
Johannes Wiefel: "Die meisten Menschen erinnern sich nur an die lange, kühle Regenphase in den Sommerferien, aber insgesamt war das Wetter gut und bis Ende Juni sogar ziemlich heiß. Da hatten wir schon 30 000 Besucher - mehr als je zuvor in dieser Zeit."
Durch den schönen September, der eine Saisonverlängerung um eine Woche ermöglicht habe, könne sich auch die Gesamtzahl von 46 000 Badegästen sehen lassen. Der Vereinsvorsitzende sagt: "Das ist das zweitbeste Ergebnis der letzten zehn Jahre und das viertbeste in zwölf Jahren."

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