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Neue Westfälische, 19. Mai 2008

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Freibäder Schröttinghausen und Dornberg öffnen nach Winter- und Umbaupause

Gut beschirmt ins Freibad

Schröttinghausen/Dornberg. Dem Badespaß im Schröttinghausener und Dornberger Freibad steht außer dem schlechten Wetter nichts mehr im Wege. Am Samstag war es endlich so weit.

In Schröttinghausen öffnete nach neun Monaten der Winterpause das frisch sanierte Freibad wieder seine Tore. Trotz des Regens wagten sich einige Mutige ins 22 Grad warme Nass.
"Wir haben gleich nach Abschluss der vorigen Saison im September 2007 mit den Sanierungsarbeiten begonnen. Unsere ehrenamtlichen Arbeiter haben etwa 6.500 Stunden Arbeit investiert", berichtet Michael Ullrich, der erste Vorsitzende des Freibadfördervereins.
Die Mitglieder des Fördervereins, der das Freibad Schröttinghausen seit 14 Jahren betreibt, haben alle ordentlich mit angepackt, damit das Freibad wieder modernen Standards entspricht. "Die Kosten für die Sanierung des Freibads belaufen sich auf etwa 400.000 Euro, die der Verein aufbringen musste", sagt Pressesprecher Helmut Althoff. Verschönerungsarbeiten wurden mit Spenden finanziert.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Beckenbereich ist komplett neu gepflastert. Es gibt einen neues Planschbecken, das eine bunte Regenbogenrutsche ziert. Das Nichtschwimmerbecken, das vorher von dem großen Becken getrennt war, ist nun integriert worden. "Ein besonderes Highlight ist die Luftsprudelanlage im Nichtschwimmerbereich", sagt Ullrich.
Im Sommer gibt es einen weiteren Grund zum Feiern. "Vom 15. bis 17. August feiern wir zusammen mit dem Sport- und Schwimmverein Schröttinghausen unser 70-jähriges Jubiläum, deshalb haben wir die Eröffnungsfeier eher klein gehalten", sagt Ullrich.

"Yipiiee!", schreien im Dornberger Freibad Jimmy Korknatz und Sohn Dennis und landen mit lautem "Platsch" im Schwimmerbecken. Der Wirt des Pappelkrugs und sein Sohn waren die ersten, die bei der Eröffnung des sanierten Dornberger Freibads am Sonntagvormittag die neue, 50 Meter lange Wasserrutsche hinunter sausen durften. "Super" ist auch das Urteil der anderen hartgesottenen Badegäste, die sich trotz kühlen 15 Grad Lufttemperatur ins 22 Grad warme Wasser wagen.
Heike Burkhard steht in ihre dicke Strickjacke eingemummelt am Beckenrand, genießt ein Bratwürstchen und reicht ihrer zitternden Tochter Anna (6) ein Badehandtuch. "Ich stehe dem Freibad sonst immer mit voller Badekraft zur Seite, aber heute musste das nicht sein", sagt sie. Sie sei sehr glücklich, dass das Bad nach anderthalbjähriger Renovierungszeit endlich wieder geöffnet habe. Der abendliche Sprung ins Wasser oder ein Picknick mit der Familie im Freibad gehöre für sie einfach zum Sommer dazu. Sie ist Mitglied im 1993 gegründeten Förderverein. Dieser und viele Sponsoren haben die 1,7 Millionen teure Sanierung unterstützt (NW vom 6. Mai).
Maikel Kooijmans (14) und sein Freud Jannik Wulfmeyer (15) finden es zwar auch "noch ziemlich kalt", aber den neuen Dreier müssen sie unbedingt einweihen. "Wir sind Weicheier", sagt Angelika Gerlach lachend. Statt ins Wasser zu springen, lässt sie sich lieber die Lachsschnittchen, die zur Eröffnung serviert werden, schmecken. Und freut sich über die "schönen neuen Umkleidekabinen". Auch sie ist seit langem Mitglied im Förderverein. Eine Jahreskarte lohne sich auf jeden Fall, sagt die Mutter von vier mittlerweile allen erwachsenen Kindern.
Bezirksvorsteherin Mareile Hempelmann gratulierte zur gelungenen Neugestaltung und überreichte dem Vorsitzenden des Fördervereins, Johannes Wiefei, zwei Fliedersträucher für die Anlage. "Im Namen der Bezirksvertretung wünsche ich dem Freibad einen sonnigen Sommer mit vielen Besuchern", sagte sie. "Und eine blühende und erfolgreiche Zukunft."

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