Öffnungszeiten heute: geschlossen
Luft: -, Wasser: -

Neue Westfälische, 23. Oktober 2008

zurück


Bädervereine und BBF vereinbaren Zusammenarbeit neu

"Wirkliche Partner"

Bielefeld. Die ehrenamtliche Hilfe hat sich bewährt. "Wir haben uns zusammengerauft", sagt Hans-Werner Bruns. Gestern unterzeichneten der Geschäftsführer der Bielefelder Bäder und Freizeit GmbH (BBF) sowie die Vertreter von vier Freibadvereinen einen neuen Vertrag, der die Zusammenarbeit langfristig sichern soll. Die Gadderbaumer wollen sich anschließen, wenn die Mitglieder befragt worden sind.

"Die Vereine werden auch weiterhin gebraucht, um die große Bäderlandschaft in Bielefeld zu erhalten." Davon ist Peter Rausch (Brackwede) überzeugt. Aber auch Bruns nickt zustimmend. "Ohne die Fördervereine könnte sich Bielefeld keine acht Freibäder leisten." Die gemeinsame Einsicht hat letztlich dazu geführt, dass sich die BBF und die Vereine auf den inzwischen dritten Vertrag verständig haben. Dabei ging es letztlich immer weniger um die konkrete Zusammenarbeit - "die läuft fast reibungslos", sagt Bruns. Problem war vor allem die Verteilung der Einnahmen und der Kosten. Bis 2006 waren die Vereine im Vorteil. Das wurde der BBF zu teuer. Das Tochterunternehmen der Stadtwerke setzte einen neuen Vertrag durch, der nun allerdings manche Vereine in Zahlungsschwierigkeiten zu bringen drohte. Diese hatten sämtliche Sach- und Personal-, sowie Reparaturkosten zu tragen und einen Teil der Investitionen.
Mit dem nun dritten Vertrag für die Vereinsbäder wurde ein Kompromiss gesucht. Die BBF übernimmt die Betriebskosten. Jeder Verein muss höchstens 30.000 Euro im Jahr an die BBF zahlen, oder - und daher wird es für die meisten eher weniger sein - nur 70 Prozent der Mitgliedsbeiträge. Für die ehrenamtliche Arbeit bei der Reinigung und Pflege von Sanitäranlagen, Umkleideräumen und der Grünanlagen gibt es jeweils einen Bonus, der die finanzielle Verpflichtung der Vereine weiter verringert. "Die Vereine sind unsere sachkundiger Partner vor Ort", beschreibt Bruns das neue Vertragsverhältnis. "Wir sind wirkliche Partner geworden", fügt Johannes Wiefel (Dornberg) hinzu.


8.000 Mitglieder
Sieben Vereine zur Rettung der Bäder in den Ortsteilen hatten sich ursprünglich vor gut 15 Jahren gegründet. Den Brakern und den Sennern bei ihrem Hallenbad blieb der Erfolg verwehrt. Heute gibt es noch acht Freibäder. In Brackwede, Dornberg, Gadderbaum, Hillegossen und Schröttinghausen kümmern sich Vereine mit zusammen 8.000 Mitgliedern um Programm und Erscheinungsbild der Einrichtungen. Für das Wiesenbad an der Werner-Bock-Straße, das Senner Waldbad und das Freibad in Jöllenbeck gibt es keine Fördervereine. Sie werden ausschließlich von der BBF betrieben. (ako)

zurück

© Förderverein Freibad Dornberg e.V. — 2004-2018 – Datenschutzerklärung