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Westfalenblatt, 27. Juni 2000

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10 000 Mark Sachschaden

Randalierer wüten im Freibad Dornberg

Bielefeld-Dornberg (WB). Johannes Wiefel deutet verbittert auf die zersplitterte Fensterscheibe des Kiosks: »Wir haben die Räume gerade erst mit Riesenaufwand renoviert. Und jetzt das.« Der Vorsitzende des Freibadfördervereins Dornberg schüttelt verständnislos den Kopf. Unbekannte haben in der Nacht zum Montag die Scheibe zerstört, um dann in den Kiosk einzudringen und dort zu wüten. Den Sachschaden schätzt Wiefel auf mehr als 10 000 Mark.

Paul John, der gestern um 6.15 Uhr als Frühschwimmer-Aufsicht ins Freibad kam, entdeckte als Erster die Einbruchsspuren. Er informierte sofort Johannes Wiefel. Später kam die Kriminalpolizei hinzu, um die Anzeige aufzunehmen und die Spuren zu sichern. Die Täter waren irgendwann in der Zeit zwischen spätem Sonntagabend und frühem Montagmorgen aktiv. Um nicht gesehen zu werden, klappten sie den Bewegungsmelder nebst Strahler am Nachbargebäude um. Dann versuchten sie, die Jalousien am Frontseitenfenster des Kiosks hochzudrücken. Als dies misslang, probierten sie es an der von der Straße nicht einsehbaren Seite - mit Erfolg.
Mit brachialer Gewalt brachten die Eindringlinge in der Folge die doppelte Schutzverglasung zum Bersten. Durch das Loch zwängten sie sich ins Innere des Kiosks. Dort versprühten sie gleichmäßig den Inhalt eines Pulver-Feuerlöschers im Raum, warfen mit Süßigkeiten um sich und öffneten alle Kühltruhen. »Außer ein paar Schachteln Zigaretten haben die Täter nichts mitgenommen«, sagt Wiefel.
Der Förderverein kann sich glücklich schätzen, vor einer Woche eine Versicherung für das Gebäude abgeschlossen zu haben. Sonst würde die Gemeinschaft selbst auf den hohen Kosten für die Reinigung und die neuen Fenster hängen bleiben. Das wäre ein Hammerschlag gewesen; denn erst vor gut sechs Wochen hatten Mitglieder des Vereins den Kiosk für knapp 50 000 Mark umgebaut und 400 Arbeitsstunden investiert.


Paul John, Johannes Wiefel und Jochen Ahrendt (v.l.) vom Freibadförderverein Dornberg deuten verbittert auf das zerstörte Kioskfenster.

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