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Westfalenblatt, 12. Juli 2005

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Fördervereinskritik an Zuschusspraxis durch die Stadt

Auf Dauer müssen alle Freibäder schließen

Dornberg (WB/gge). »Gut gemeint - passt aber nicht!« Der Beschluss der Bielefelder Politiker, allen Fördervereinen der Freibäder Hillegossen, Dornberg, Gadderbaum, Schröttinghausen und Dornberg einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro zukommen zulassen, stößt bei Johannes Wiefel auf heftige Kritik.

»Fakt ist«, so der Vorsitzende des Fördervereins Freibad Dornberg in einem offenen Brief an den Vorsitzenden des Schul- und Sportausschusses, »dass bei diesem Betrag auf Dauer alle Freibäder zugemacht werden.« Das eine (mit weniger Mitgliedern und Besuchern) früher, das andere später. Dass der Förderverein Schröttinghausen mit der im Aufsichtsrat der Bielefelder Bäder- und Freizeiteinrichtungen (BBF) noch nicht beschlossenen Bezuschussung zufrieden ist, sei verständlich, da er 25 000 Euro mehr erhalten würde, als bisher in Aussicht gestellt, erklärt Wiefel.
Zur Erinnerung: 2001 hatte die BBF beschlossen, bis Ende 2006 die Freibäder Hillegossen und Dornberg zu sanieren und dafür die anderen (Gadderbaum, Schröttinghausen und Brackwede) ab 2007 nicht mehr zu unterstützen. Massive Proteste hiergegen führten zur »gedeckelten« Förderung mit 25 000 Euro jährlich für alle.
Wiefel: »Der angekündigte Zuschuss würde im Gegensatz zum bisherigen Vertrag mit der BBF dazu führen, dass jeder Förderverein regelmäßig zirka 30 000 bis 40 000 Euro jährlich mehr aufbringen muss, zusätzlich zu den bereits heute übernommenen Kosten. Dieser Betrag ist mehr als in durchschnittlichen Jahren an der Freibadkasse eingenommen wird.« Kritisch werde es, sobald Reparaturen anfielen. »Bei einem verregneten Sommer und/oder einer größeren Reparatur kommt die Zahlungsunfähigkeit der Vereine in Riesenschritten«, ist Wiefel überzeugt. Hillegossen und Dornberg sollen umgebaut werden. »Aber nur mit dem Betrag, der 2001 festgelegt worden ist«, bedauert der Chef des Dornberger Freibadvereins. Die Kosten hätten sich mittlerweile aber um fast 50 Prozent erhöht. Wiefels Fazit: Der Zuschussbedarf der BBF würde sich zwar, wenn durch die Empfehlung des Ausschusses erst alle Freibäder in Fördervereinshand geschlossen haben, um drei Prozent vermindern. »Aber die Bielefelder Bevölkerung wäre um das nächste wesentliche Stück Infrastruktur ärmer.«

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