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Westfalenblatt, 1./2. Oktober 2005

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BBF saniert zwei Anlagen und gibt zwei weiteren eine letzte Chance

Nur 25 000 Euro pro Vereinsbad

Bielefeld (WB). Mit 25000 Euro Zuschuss pro Jahr müssen die Freibäder Hillegossen, Dornberg, Gadderbaum und Schröttinghausen, die von Fördervereinen betrieben werden, künftig auskommen. Das Freibad Brackwede bekommt die Chance, Sponsorengelder für den Umbau zum Naturbad einzuwerben. Das beschloss der Aufsichtsrat der BBF (Bielefelder Bäder- und Freizeiteinrichtungen GmbH) in seiner letzten Sitzung.

Während das Weiterbestehen der Bäder in Hillegossen und Dornberg garantiert ist - beide Anlagen werden in den nächsten beiden Jahren für insgesamt 3,2 Millionen .Euro saniert - müssen die Fördervereine der Bäder in Schröttinghausen und Gadderbaum nicht nur zukünftige Investitionen aus eigenen Mitteln finanzieren, sondern sie können Kosten für Fachpersonal (Schwimmmeister), Rettungsschwimmer, Wasser- und Energiekosten und Reparaturen auch nicht mehr bei der BBF abrechnen. Können die beiden Fördervereine den Betrieb der Bäder mit eigenen Mitteln (plus der 25000 Euro Zuschuss) nicht aufrecht erhalten, werden sie im nächsten Sommer nicht mehr geöffnet.
2006 wird zuerst das Freibad Hillegossen saniert. Dort ist die Filteranlage im letzten Sommer durchgerostet, wurde nur notdürftig geflickt. Hans-Werner Bruns, Geschäftsführer der BBF: »Ein Weiterbetrieb ist nicht möglich.« 2007 soll dann das Freibad Dornberg in Angriff genommen werden. In beiden Bädern - sie fallen dann jeweils einen Sommer lang für den Betrieb aus - werden die Gebäude saniert, die Becken bekommen eine Edelstahlauskleidung, die Technik wird erneuert. Kosten pro Bad: 1,6 Millionen Euro. Finanziert werden soll das über ein Infrastrukturdarlehen mit einer Laufzeit über 20 Jahre der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW). Nach Wiedereröffnung wird der Zuschuss der beiden Bäder auf 25 000 Euro begrenzt. Bruns ist überzeugt: »Beide Fördervereine können damit zurecht kommen - Dornberg ohne Probleme.« Die Sanierung würde aber in beiden Bädern zu Kosteneinsparungen führen, zudem rechne man dann mit noch mehr Besuchern.
Nicht ganz so optimistisch ist er bei den Bädern Gadderbaum und Schröttinghausen. Bruns weiß, dass auf die Fördervereine - ohne Investitionen und unvorhergesehene Reparaturen - jährliche Mehrkosten von 65000 Euro in Gadderbaum und 20000 bis 25000 Euro in Schröttinghausen zukommen würden.
Bruns betont, es sei dem Engagement der Fördervereine zu verdanken, dass es die Freibäder überhaupt noch gebe. Die Vereine hatten sich 1994 gegründet, um den Betrieb der Freibäder aufrecht zu erhalten. In den allesamt um die 50 Jahre alten Bäder wurde meist nur »Kosmetik« betrieben, aber, so Bruns, nicht grundsätzlich in Becken, Gebäude und Technik investiert. 1997 übernahm die BBF die Bielefelder Bäder, 2000 wurde beschlossen, Dornberg und Hillegossen zu sanieren, Gadderbaum und Schröttinghausen und damals auch Brackwede 2006 zu schließen. Hauptziel: Das Defizit der BBF -7,5 Millionen Euro, davon vier Millionen Kapitaldienstkosten - nicht zu vergrößern und gleichzeitig so viele Freibäder geöffnet zu halten, dass sie von allen Bielefeldern erreichbar sind.

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